Über mich

Nebst dem Kunstschaffen, liebe ich Spaziergänge, das Beobachten der freien Natur und die Ruhe, die mir Raum zum Nachdenken und Gebet schenkt.

Bildnerin

Ich bin eine kunstschaffende, körperlich beeinträchtigte Frau. Meine Beeinträchtigung schränkt mich motorisch und folglich auch räumlich ein, kann mir aber auch Blickwinkel eröffnen, die anderen Menschen oft verborgen bleiben. So entstehen weite innere Landschaften, die in der Enge oder gerade durch sie entstanden sind.

Blick aus dem Rollstuhl

Der hat zum Teil ein wenig eine andere Ausrichtung, beleuchtet was anderes und kann sich Zeit lassen. Als Mensch mit körperlicher Einschränkung oder mit besonderen Bedürfnissen habe ich in meinem Alltag ein anderes Tempo. Jede Handlung beansprucht viel mehr Zeit. Das was sich viele Menschen Wünschen, habe ich jeden Tag: ein entschleunigter Alltag.

Sehr früh in meinem Leben habe ich lernen müssen, dass dieses Anderssein ernste Konzequenzen hat. Zum Beispiel musste ich den Beruf erlernen, welcher die IV mir vorschrieb. Meine Berufswahl umfasste zwei Möglichkeiten. So wurde ich Sekretärin, absolvierte die Ausbildung mit grossem Widerwillen. Die Sinnfrage war damals fast allgegenwärtig. Ich suchte bei den Indianer nach Antwort. Ghandi und sein Werk leuchtete schillernd in meinem Leben auf. Doch eigentlich hat nur Jesus Christus echte Antwort auf Sinnfragen und Fragen überhaupt. Ja ich habe mich und mein Leben in Seine Hände gegeben, Sündenvergebung erhalten. Mein Herz wurde leichter. Und ich darf sagen, es ist die beste Entscheidung gewesen, die ich in meinem Leben getroffen habe. Denn von da an wusste ich, wo ich hingehöre. Ich schwebte nicht weiter im luftleeren Raum, kriegte endlich langsam Boden unter die Füsse.

Im erlernten Beruf arbeitete ich nur wenige Jahre. Und durfte mich, Gott sei Dank, dem Kunstschaffen zu wenden.

Was hat Kunst und biblisch fundierter Glaube miteinander zu tun? Kunst hat nicht nur die Aufgabe schön zu sein und in der Galerie zu brillieren. Sie kann Kultur massgeblich prägen. Mit anderen Worten ich habe die Möglichkeit in meinen Werken biblische Inhalte darzustellen und Gott damit alle Ehre geben, in der Hoffnung, dass Er an Raum gewinnt. Jesus Christus bekommt Einfluss auf uns und unsere Kultur. Wie war das nun schon während der Reformation bei Zwingli und Luther? Sie waren davon überzeugt, dass der Mensch nach dem Bilde Gottes geschaffen ist. Und genau diese Tatsache verleiht dem Menschen Würde, gibt ihm Sinn. Sinn, weil er in einem grösseren Zusammenhang unter Gottes Gegenwart lebt. Würde, weil er nicht nur Geschöpf ist, sondern von Gott gewollt als ein Gegenüber. Dies galt damals wie heute, und so hat jeder Mensch gleichviel Wert, egal was er darstellt, welchen Beruf er ausübt. „Der Beruf eines ehrlichen Kaufmanns oder einer Hausfrau war genau so würdevoll wie der eines Königs.“ F. Schaeffer

Dies bewegt mich sehr, und spornt mich an. Was damals möglich war, ist es heute genauso: Das biblische Gedankengut kann noch einmal prägend werden. Da will ich dabei sein.

History

Ich bin oft davon gerannt, wollte nicht wissen. Habe mich in Tätigkeit und Konsum geflüchtet. Wurde depressiv. Und jetzt? Jetzt breitet sich langsam eine Versöhnung aus. Versöhnt mit Jesus Christus. Auch versöhnt mit dem Anderssein von mir, meinen körperlichen Fähigkeiten, gegenüber der breiten Masse der Bevölkerung. Meine Anderssein bekomme ich täglich zu spüren. Und doch sehe ich es heute als ein Vorrecht, dass ich meine Gemächlichkeit leben darf.

Geboren 1965 in Burgdorf besuchte ich, auf Grund meiner körperlicher Beeinträchtigung, die Sonderschule Schulungs- und Wohnheim Rossfeld in Bern. Bereits als 8-jährige begann ich mit dem Töpfern. 1998 mit der Malerei, vorerst hauptsächlich mit Gouachen, heute mit Acryl. Ich nahm an zahlreichen Seminaren im Forum Altenberg, Bern und an der Fachtagung über Kunst behinderter Mensch unter dem Titel „Weltsichten“ in Hamburg teil.

Im Winter 2003 kam die Lyrik dazu. Im gleichen Jahr noch nahm ich am 7. Berner Lyrik-Wettbewerb und 2004 am Kurzgeschichten-Wettbewerb „Geschichten mit Handicap“ teil. 2016 dann die Veröffentlichung von Lyrik und einzelnen Essays im Büchlein „wird es werden“, emuna-Verlag. Zwischen 2009 bis ca. 2019 hatte ich meinen Atelierplatz im Gemeinschaftsatelier „Humus“ der Stiftung Soul Works Foundation in Münchenstein, wo wir die ersten Jahre u.a. gemeinsame Projekte realisierten. Nach einiger Zeit wurde ich Mitglied des Stiftungsrates der Soul Works Foundation.

Heute habe ich ein schön grosses Atelier in Linden, wo ich in aller Ruhe und in Zwiesprache mit meinem Herrn Jesus Christus an meinen Werken arbeiten kann.

Sterbend
2020

Künstlerweekend
Wattenwil, 2020

2015

Anders
2013

1. Outsider Kunstmarkt
Bern, 2015

2015

Austellungen

Der zweite Blick

im Gespräch mit Menschen
Philosophicum, Basel

2018

2. Outsider-Kunstmarkt

Kulturpunkt
Bern

2016

1. Outsider-Kunstmarkt

Kulturpunkt
Bern

2015

Einzelausstellung

Einzelausstellung Caffè Kultur Bar „zum Kuss“
Basel

2015

PROvocate

„Filter4“
Basel

2013

1.Teil aus der Enge in die Weite

Raum für Soziokultur „bg25“
Bern

2011

Kompost

der Ateliergemeinschaft „Humus“
Münchenstein

2011

Humus 

der Ateliergemeinschaft „Humus“
Münchenstein

2009

Soulscapes… Seelenlandschaften

mit René Lieberherr und weiteren Künst-lern; Galerie/Atelier Aspire
Basel

2009

Gesichter

Galerie MK & JEF
Bern

2008

Galerie s

Bern

2005

Dorf Optik

Kerzers

2001

GAHüRI

Holzgasse
Kerzers

2000

Links

https://soulworks.ch Mitglied des Stiftungsrat
http://bryanhaab.com Bryan Haab einer meiner Förderer und Künstlerfreund
https://fairbattles.ch  Initiator
https://artsplus.ch eine meiner Infoquellen als Künstlerin
https://www.pontas.ch ist mir zur Seite, wenn ich Rat benötige für den Alltag
https://www.assistenzbuero.ch mit meinen privaten Assistentinnen für Pflege
https://czt.ch gehöre dieser Freikirche an
https://skillteam.ch
Macht schöne Websites, wie diese
http://gartenelemente.ch Markus Mai, ein beeindruckender Mensch

Gisela Gasser

Lebt in

Linden BE