Über mich

«Nebst dem Kunstschaffen, liebe ich es mit einzelnen Menschen zusammenzusitzen, zuhören, Fragen stellen, lachen. Fremde sehen meine Offenheit nicht sofort. Davor steht, wie eine Fassade, mein Körper. Der lässt so manche Person zurückschrecken.»

Bildnerin

Schaffen einer gestandenen, in sitzender Position – gezwungenermassen

Ich bin eine kunstschaffende, körperlich beeinträchtigte Frau. Meine Beeinträchtigung schränkt mich motorisch und folglich auch räumlich ein, kann mir aber auch Blickwinkel eröffnen, die anderen Menschen oft verborgen bleiben. So entstehen weite innere Landschaften, die in der Enge oder gerade durch sie entstanden sind.

Blick aus dem Rollstuhl

Auch wenn ich noch nicht alle Kontinente der Erde gesehen habe, führe ich ein spannendes Leben. Habe in einer Drogenreha gelebt und gearbeitet. Später als Sekretärin für einen Assistentsarzt der Psychiatrischer Poliklinik. Bis ich aus gesundheitlichen Gründen den Beruf aufgeben musst und endlich den Weg zur Künstlerin gefunden habe. Gewohnt habe ich mal in WG, dann wieder einige Jahre alleine; im Seeland, Bern, Aargau, Kerzers, Stadt Bern und
aktuelle im Gürbetal. Doch was macht meinen Alltag wirklich einzigartig? Er ist geprägt von der Gemächlichkeit des Seins. Meine Zeit bringe ich nicht so zu, dass ich von einem Termin zum nächsten hetze. Sondern ich genieße mein kleines Leben, und der Gemächlichkeit lasse ich Platz. Denke ich über sie nach, sehe ich vor mir einen friedlichen Ort, wo in heiterer Fröhlichkeit gearbeitet wird. Gemächlichkeit hat für mich keine negative Färbung, hat nichts mit Faulheit und Bequemlichkeit gemein, sondern würdigt den notwendigen Prozess, indem dem Wirken Zeit gegeben wird, so dass Dinge wachsen und reifen können.

History

Mein Alltag ist wohl eher ein noch nicht erkanntes wahres Leben. – Berufen zum wahren Leben! 

Ich bin oft davon gerannt, wollte nicht wissen. Habe mich in Tätigkeit und Konsum geflüchtet. Wurde depressiv. Und jetzt? Jetzt breitet sich langsam eine Versöhnung aus. Versöhnt mit dem Anderssein meiner Person gegenüber der breiten Masse der Bevölkerung. Meine Anderssein bekomme ich täglich zu spüren. Und doch sehe ich es als ein Vorrecht, dass ich meine Gemächlichkeit des Seins leben darf. Viele Menschen wünschen sich das für sich, können es aber nicht leben.

Geboren 1965 in Burgdorf, besuchte ich, auf Grund meiner körperlicher Beeinträchtigung, die Sonderschule Schulungs- und Wohnheim Rossfeld in Bern. Bereits als 8-jährige begann ich mit dem Töpfern. 1998 mit der Malerei, vorerst hauptsächlich mit Gouachen, heute mit Acryl. Ich nahm an zahlreichen Seminaren im Forum Altenberg, Bern und an der Fachtagung über Kunst behinderter Mensch unter dem Titel „Weltsichten“ in Hamburg teil.

Im Winter 2003 kam die Lyrik dazu. Im gleichen Jahr noch nahm ich am 7. Berner Lyrik-Wettbewerb und 2004 am Kurzgeschichten-Wettbewerb „Geschichten mit Handicap“ teil. 2016 dann die Veröffentlichung von Lyrik und einzelnen Essays im Büchlein „wird es werden“, emuna-Verlag. Meine Interessen sind breit gefächert: Kunst, gute Literatur, philosophisches Denken usw. Doch mein größtes Interesse gilt den Menschen. Mein offensichtliches Handicap „hindert“ mich nicht, als Kunstmalerin und Autorin tätig zu sein u.a. seit 2009 im Gemeinschaftsatelier „Humus“ der Stiftung Soul Works Foundation in Münchenstein. Hinzu kommt, dass ich seit einiger Zeit Mitglied des Stiftungsrates der Soul Works Foundation bin.

Sterbend
2020

Künstlerweekend
Wattenwil, 2020

2015

Anders
2013

1. Outsider Kunstmarkt
Bern, 2015

2015

Austellungen

Der zweite Blick

im Gespräch mit Menschen
Philosophicum, Basel

2018

2. Outsider-Kunstmarkt

Kulturpunkt
Bern

2016

1. Outsider-Kunstmarkt

Kulturpunkt
Bern

2015

Einzelausstellung

Einzelausstellung Caffè Kultur Bar „zum Kuss“
Basel

2015

PROvocate

„Filter4“
Basel

2013

1.Teil aus der Enge in die Weite

Raum für Soziokultur „bg25“
Bern

2011

Kompost

der Ateliergemeinschaft „Humus“
Münchenstein

2011

Humus 

der Ateliergemeinschaft „Humus“
Münchenstein

2009

Soulscapes… Seelenlandschaften

mit René Lieberherr und weiteren Künst-lern; Galerie/Atelier Aspire
Basel

2009

Gesichter

Galerie MK & JEF
Bern

2008

Galerie s

Bern

2005

Dorf Optik

Kerzers

2001

GAHüRI

Holzgasse
Kerzers

2000

Links

https://soulworks.ch Mitglied des Stiftungsrat
http://bryanhaab.com Bryan Haab einer meiner Förderer und Künstlerfreund
https://fairbattles.ch  Initiator
https://artsplus.ch eine meiner Infoquellen als Künstlerin
https://www.pontas.ch ist mir zur Seite, wenn ich Rat benötige für den Alltag
https://www.assistenzbuero.ch mit meinen privaten Assistentinnen für Pflege
https://czt.ch gehöre dieser Freikirche an
https://skillteam.ch Garant für interessante Begegnungen am Mittagstisch
http://gartenelemente.ch Markus Mai ist Mitglied der Lebensgemeinschaft «Elaja», wo ich auch dazu gehöre
https://www.gemeinschaftsraum-elaja.ch

Gisela Gasser

Lebt in

Wattenwil BE